in Kooperation mit dem Gesundheitszentrum Goldenes Kreuz Krems
Die Autorin Roswitha Springschitz erzählt in ihren Büchern „Ohne Gott es nahmen“ und „Berti“ aus verschiedensten Perspektiven über Krieg, Umweltzerstörung und die Zerstörung von Existenzen.
In ihren Gedichten, autobiografischen und biografischen Texten sowie durch Fotos mit hohem Symbolgehalt sprechen die Mitglieder einer sudetendeutschen Familie über Enteignung und den Verlust von Heimat, über das Verlassen der Heimat und die heilende Kraft der Liebe, durch die neues Leben entsteht.
Roswitha Springschitz ist in 2. Generation Mitglied dieser Familie, ihr Vater hat als Zehnjähriger seine Heimat in Nordwestböhmen verlassen.
Ludwig Göbl, Diakon in der Pfarre Pyhra und Vizeleutnant im Ruhestand, liest aus „Europa in Trümmern“ von Father E. J. Reichenberger, seine Buchbesprechung befasst sich mit dem Schicksal "Heimatlos" - Vertriebene Südmährer und Böhmer aus dem Herzen der Monarchie - und "Warum meine Eltern nie darüber sprachen".
Im Anschluss laden wir zum Publikumsgespräch zum Thema Vertreibung, Aufarbeitung von Unrecht, Diskurs über Verantwortung, Erinnern, Vergessen…
Datum: Mittwoch, 17. Juni 2026
Uhrzeit: 19:00 Uhr
Ort: Gesundheitszentrum Goldenes Kreuz, Langenloiserstraße 4, 3500 Krems
Moderation: Martina Walch
Wir freuen uns auf Interesse und zahlreichen Besuch!
„WILDE“ Vertreibung, Mord, Enteignung, Zwangsmigration
Zum Schicksal der Sudetendeutschen im Raum Krems
Zeitzeugen berichten – Ein Beitrag zur Aufarbeitung dunkler Seiten der Geschichte
Vortragender: Josef Gruber
Zeitzeuge: Hubert Weissenböck
Datum: Fr., 27. 3. 2026
Uhrzeit: 18:30
Ort: Gesundheitszentrum Goldenes Kreuz, Langenloiserstraße 4, 3500 Krems
Der Vortrag von Josef Gruber spannt einen Bogen von der ersten urkundlichen Erwähnung der deutschsprachigen Bevölkerung auf dem Gebiet Böhmen und Mähren im Jahr 924 bis zu deren „wilden“ Vertreibung, der Zwangsmigration in den letzten Kriegstagen des zweiten Weltkrieges.
Über ca. 700-800 Jahre lebten Tschechen und Deutsche unter böhmischen Königen und später der Habsburger-Monarchie relativ friedlich zusammen, als multiethnische Gesellschaft, auch wenn es Konflikte um wirtschaftliche Privilegien oder sprachliche Dominanz gab.
Der Aufschwung durch Bildung, die Gründung der ersten deutschsprachigen Universität im Jahr 1348, der Karlsuniversität in Prag, viele erfolgreiche Wirtschaftszweige wie z. B. Kristallglas, Karlsbader Porzellan, Gablonzer Schmuck, Autofabriken zeugten vom Fleiß der deutschsprachigen Siedler, von Koexistenz und kulturellem Austausch mit der tschechischen Bevölkerung.
Bereits das Friedensdiktat von St. Germain nach dem ersten Weltkrieg, die Aufspaltung der Habsburger Monarchie, zeigte negative Auswirkungen auf die deutschsprachige Bevölkerung, Neid und Nationalismus entzweite die Bevölkerungsgruppen. Der Anschluss an Nazideutschland und die grausame Naziherrschaft führte letztendlich zu Hass, grausamsten Racheakten und zahlreichen Massakern an der deutschen Zivilbevölkerung zu Kriegsende.
Im Jahre 1945 begann die sogenannte wilde und brutale Vertreibung der nicht tschechischen Bevölkerung, darunter ca. 3 Mill. deutschsprechender Altösterreicher, welche brutalst ermordet, massakriert oder mit nichts vertrieben wurden. Dieses nach dem Völkerrecht widerrechtliche Vorgehen wurde durch die BENESCH DEKRETE pardoniert , die heute trotz EU Beitritt Tschechiens noch aufrechter Bestand sind.
Die Vertreibung der Sudetendeutschen aus den böhmischen Ländern ist bis heute nicht nur ein Trauma für die Betroffenen und ihre Nachfahren, sondern meist auch ein Tabu, das sich nur Wenige anzusprechen wagen. Mit dem Zeitzeugenbericht von Hubert Weissenböck werden diese bis dato straf- und verfolgungsfreien, tabuisierten Grausamkeiten angesprochen, Hubert Weissenböck und Josef Gruber wollen einen Beitrag leisten, diese dunkle Seite der Geschichte aufzuarbeiten.
Das Gedenkjahr 2025 in Krems
kremskultur bietet ein vielfältiges Programm zum Erinnern und Reflektieren
Die Stadt Krems begeht ein besonderes Erinnerungs- und Gedenkjahr. Unter dem Titel „1945 – 1955 – 1995 – 2025“ stehen 80 Jahre Kriegsende, 80 Jahre Zweite Republik, 70 Jahre Staatsvertrag und 30 Jahre EU-Beitritt im Mittelpunkt. Welche Auswirkungen hatten und haben diese Ereignisse auf unsere Stadt? Wie hat sich die Gesellschaft verändert und was bedeutet das für unsere Zukunft? Mit einem umfangreichen Programm lädt kremskultur gemeinsam mit zahlreichen Partner:innen dazu ein, sich mit diesen Fragen auseinanderzusetzen.
Im Rahmen des umfangreichen Programms zum Gedenkjahr 2025, präsentiert der Mauterner Autor Karl Reder in einem Vortrag neue Erkenntnisse zum „Massaker von Stein“. Heuer jährt sich zum 80. Mal das Massaker im Zuchthaus Stein an der Donau, dem am 6. April 1945 bis zu 500 Häftlinge zum Opfer fielen.
Der Historiker Karl Reder hat vor wenigen Monaten dazu eine umfassende Publikation unter dem Titel „Tod an der Schwelle zur Freiheit“ veröffentlicht. Im Rahmen eines Vortrags unter demselben Titel rekonstruiert er für uns die Vorgeschichte und den Ablauf dieses Endphaseverbrechens. Dabei geht er auch auf aktuelle Forschungsergebnisse ein, die den Kontext dieses traurigen Ereignisses zum Teil in ein neues Licht rücken.
Im Anschluss an den Vortrag besteht die Möglichkeit zur Diskussion und zum persönlichen Austausch.
Alle interessierten Bürger:innen sind herzlich eingeladen.
Termin: 10. April 2025 um 19 Uhr
Ort: Gesundheitszentrum Goldenes Kreuz, Langenloiser Straße 4, 3500 Krems
Kosten: Freiwillige Spende
"Von gelingender Zusammenarbeit und stärkendem Zusammenhalt in der Vereinsarbeit."
An diesem Nachmittag widmen wir uns dem Thema Zusammenarbeit und Zusammenhalt in Vereinen. Beleuchtet wird von mehreren Seiten was diese Bereiche stärkt und was wiederum nicht förderlich ist für eine gelingende Zusammenarbeit.
Folgende Fragen werden dazu einladen, tiefer in das Thema einzutauchen:
Anhand der Beispiele der Teilnehmer*innen aus der gelebten Praxis, dem systemischen Blick und der reichen Erfahrung der
Referentin entsteht ein mehrdimensionales Bild. Es wird sichtbar welche Aktivitäten oder Ausgangslagen für die Zusammenarbeit förderlich oder hinderlich sein können und wie die Beteiligten,
auftretenden Herausforderungen begegnen können.
Datum: Freitag, 29. November 2024
Uhrzeit: 16.00 bis 18:45
Anmeldung und Infos: [email protected] oder 0664 / 9155895
Ort: Gesundheitszentrum Goldenes Kreuz, Langenloiserstraße 4, 3500 Krems
Kosten: Für die Teilnehmer*innen entstehen keine Kosten
Zielgruppe: Der Workshop
richtet sich an Menschen, die in gemeinnützigen Vereinen und Dachverbänden tätig sind. Herzlich willkommen, sind auch Menschen aus
Initiativgruppen und Menschen, die gerade einen Verein gründen.
Die Referentin: Katharina Lechthaler ist Expertin für
Partizipation und Organisationsentwicklung. Einer ihrer Schwerpunkte ist die Begleitung von zivilgesellschaftlichen Organisationen. Ihre fachlichen Hintergründe sind systemische Beratung,
Soziokratie und viele Werkzeuge und Tools zu Kommunikation, Konfliktlösung, Gemeinschaftsbildung sowie zu Begleitung persönlicher Prozesse. Sie arbeitet seit 2013 als selbstständige Beraterin und Prozessbegleiterin und hat durch die Mitgründung und den Mitaufbau verschiedener Organisationen auch langjährige
Eigenerfahrung in diesem Feld. Mehr Infos...
Vereinsakademie: Die Österreichische Vereinsakademie stärkt das Ehrenamt und motiviert zum zivilgesellschaftlichen Engagement. Sie unterstützt Funktionär*innen, ehrenamtliche und hauptamtliche Mitarbeiter*innen gemeinnütziger Vereine und Dachverbände, Menschen, die einen Verein gründen möchten, sowie Initiativgruppen in ganz Österreich mit Informationen, Weiterbildungsangeboten sowie mit Austausch- und Vernetzungsforen. Mehr Infos...
VEREIN EIGENSTÄNDIGE BILDUNGSINITIATIVEN | ZVR 038350449 | Langenloiserstraße 4 | 3500 Krems a.d. Donau
E-Mail: [email protected]
VEREIN EIGENSTÄNDIGE BILDUNGSINITIATIVEN - Zweigstelle Gföhl | Körnermarkt 4 | 3542 Gföhl
E-Mail: [email protected]
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3124 Landersdorf
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